
Zitieren nach APA besteht aus zwei Teilen: Im Text steht ein Kurzbeleg aus Nachname und Jahr, bei wörtlichen Zitaten zusätzlich mit Seite, zum Beispiel (Luna, 2020, S. 45). Am Ende der Arbeit führt das Literaturverzeichnis alle zitierten Quellen alphabetisch auf. Jeder Beleg braucht einen Eintrag, jeder Eintrag einen Beleg. Die Regeln stammen aus dem Publication Manual der American Psychological Association, 7. Auflage, die im Oktober 2019 erschien und meist mit dem Jahr 2020 zitiert wird. Die Grundlagen erklärt die APA auch im Abschnitt zum Autor-Jahr-System auf apastyle.apa.org: Bei drei oder mehr Autoren steht seit dieser Auflage schon beim ersten Beleg nur der erste Name mit „et al.“.
Ein Kurzbeleg besteht aus Autor, Jahr und bei Bedarf der Fundstelle. Er steht in Klammern oder ist in den Satz eingebaut, dann heißt es „und“ statt „&“. Die Personennamen in der Tabelle sind Platzhalter der APA.
| Autorenschaft | In Klammern | Im Satz |
|---|---|---|
| eine Person | (Luna, 2020) | Luna (2020) |
| zwei Personen | (Salas & D’Agostino, 2020) | Salas und D’Agostino (2020) |
| drei oder mehr Personen | (Martin et al., 2020) | Martin et al. (2020) |
| Organisation mit Abkürzung | (Deutsche Forschungsgemeinschaft [DFG], o. D.), danach (DFG, o. D.) | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, o. D.), danach DFG (o. D.) |
Ohne Erscheinungsdatum steht „o. D.“, Varianten stehen weiter unten. Mehrere Quellen in einer Klammer stehen alphabetisch, getrennt durch Semikolon: (Luna, 2020; Martin et al., 2020). Zwei Werke derselben Person aus demselben Jahr erhalten Buchstaben: (Luna, 2020a) und (Luna, 2020b). Fehlt der Autor, tritt der Titel an seine Stelle. „Anonymus“ gilt nur bei Werken, die so signiert sind, „o. V.“ kennt APA nicht. In Klammern wiederholt man Autor und Jahr vollständig, „ibid.“ kennt die APA nicht.
Ein wörtliches Zitat unter 40 Wörtern steht in Anführungszeichen im Satz, die Seitenzahl ist Pflicht: „Wortlaut der Quelle“ (Luna, 2020, S. 45). Das Satzzeichen folgt nach der Klammer. Mehrere Seiten schreibt man „S. 34–36“, nicht zusammenhängende „S. 67, 72“. Hat eine Quelle keine Seitenzahlen, nennt man Absatz, Abschnitt oder Kapitel, etwa (Luna, 2020, Abs. 3).
Ab 40 Wörtern wird das Zitat zum Blockzitat: ohne Anführungszeichen, auf neuer Zeile, um 0,5 Zoll (1,27 cm) eingerückt. Die Quellenangabe steht nach dem Schlusszeichen des Zitats, danach folgt kein Punkt. Auslassungen („…“), eigene Ergänzungen in eckigen Klammern und „[sic]“ bei Fehlern im Original müssen sichtbar sein.
Bei einer Paraphrase verlangt die APA keine Seitenzahl, erlaubt sie aber, wenn sie in einem langen Werk beim Finden der Stelle hilft. Ein Sekundärzitat, also eine Quelle, die nur aus einer anderen bekannt ist, soll die Ausnahme bleiben: Im Text steht (Rabbitt, 1982, zitiert nach Lyon et al., 2014), im Literaturverzeichnis nur Lyon et al. (2014). Wo möglich, wird die Primärquelle selbst gelesen.
Das Literaturverzeichnis enthält alle zitierten Quellen und nur diese. Persönliche Mitteilungen, die niemand nachlesen kann, stehen allein im Text. Die Einträge sind nach dem ersten Wort alphabetisch geordnet, meist dem Nachnamen des ersten Autors, ohne Autor nach dem Titel. Werke derselben Person folgen aufsteigend nach Jahr. Jeder Eintrag beginnt am linken Rand, ab der zweiten Zeile gilt ein hängender Einzug von 0,5 Zoll (1,27 cm).
Jeder Eintrag hat vier Elemente: Autor. (Jahr). Titel. Quelle. Nachnamen stehen vor den Initialen, bis zu 20 Autoren werden genannt. Bei 21 oder mehr stehen die ersten 19, Auslassungspunkte und der letzte Autor. Organisationen werden ausgeschrieben, ohne Abkürzung. Eigenständige Werke wie Bücher haben einen kursiven Titel, Aufsätze nicht. Englische Titel stehen in Satzschreibweise, wie im Beispiel unten. Der DOI wird als https://doi.org/… geschrieben, ohne Punkt am Ende, und ersetzt eine zusätzliche URL. Verlagsort und „Abgerufen von“ vor dem DOI entfallen.
Buch und Aufsatz entsprechen den Beispielen im Kurz-Manual der Universität Mainz.
| Quellenart | Eintrag im Literaturverzeichnis | Kurzbeleg |
|---|---|---|
| Buch mit DOI | Koch, T. (2010). Macht der Gewohnheit? Der Einfluss der Habitualisierung auf die Fernsehnutzung. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-92529-5 | (Koch, 2010) |
| Zeitschriftenaufsatz mit DOI | Horton, D., & Wohl, R. R. (1956). Mass communication and para-social interaction: Observations on intimacy at a distance. Psychiatry, 19(3), 215–229. https://doi.org/10.1080/00332747.1956.11023049 | (Horton & Wohl, 1956) |
| Webseite ohne Datum | Deutsche Forschungsgemeinschaft. (o. D.). Gute wissenschaftliche Praxis. https://www.dfg.de/de/grundlagen-themen/grundlagen-und-prinzipien-der-foerderung/gwp | (Deutsche Forschungsgemeinschaft [DFG], o. D.) |
Ab der zweiten Auflage steht die Auflage nach dem Titel in Klammern und nicht kursiv: (2. Aufl.). Herausgeber erhalten nach dem Namen „(Hrsg.)“. Webseiten, die sich laufend ändern und nicht archiviert werden, etwa eine Bevölkerungsuhr, brauchen ein Abrufdatum: „Abgerufen am Datum, von URL“.
APA ist keine Rechtsnorm. Verbindlich ist, was Hochschule, Fach oder Betreuung vorgeben, und die Vorgaben der Lehrenden haben laut der Bibliothek der Hochschule Trier immer Vorrang. Leitfäden aus Deutschland (Trier, Siegen, Mainz) und Österreich (Graz) übersetzen die Abkürzungen und weichen in Details ab:
| Punkt | APA-Original | Deutsche Leitfäden |
|---|---|---|
| Seite | p., pp. | S. |
| Sekundärzitat | as cited in | zitiert nach |
| ohne Datum | n.d. | o. D. (Siegen), n. d. (Trier) |
| Komma vor „&“ im Verzeichnis | ja | ja (Mainz, Graz), nein (Trier, Siegen) |
| Seitenzahl bei Paraphrase | optional | Siegen erbittet sie |
Die Beispiele oben setzen das Komma vor „&“ wie die APA. Hinter den Formregeln steht ein Grundsatz: Der DFG-Kodex verlangt von Forschenden in Leitlinie 13, eigene und fremde Vorarbeiten „vollständig und korrekt“ nachzuweisen. Nach der Verfahrensordnung der DFG liegt ein Plagiat vor, wenn jemand wissenschaftliche Inhalte, die er nicht allein erarbeitet hat, ohne hinreichende Quellenangabe übernimmt.